J., 4;6 Jahre: Etwa ein Jahr nach dem „Pferdchen“ im letzten Beitrag malt dasselbe Kind wieder ein Pferd. Es zeigt sich nun eine Abkehr vom Kopffüßler als universelles Lebewesenschema. Das Pferd hat bereits die typische vierbeinige Tierkörperhaltung, aber der Kopf folgt weiterhin eindeutig dem allgemeinen Menschenschema und es fehlen weitere Pferdmerkmale. Auch die Vögel tragen weiterhin deutlich menschliche Gesichtszüge.
Das Bild ist der Vorschemaphase der kindlichen Malentwicklung zuzuordnen: Die einzelnen dargestellten Elemente sind an den durch die für diese Phase typischen Himmels- und Bodenlinien verkörperten Koordinaten „oben und unten“ ausgerichtet, das Repertoire an abbildbaren Objekten hat zugenommen und das Bild stellt eine bestimmte Szene dar, nämlich eine Nachtszene, es erzählt eine kleine Geschichte. Man spricht in dieser Phase von der *Geburt des Bildes*.
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